Widmer von Stein AR
Der Familienname Widmer
Varianten: Wettmer Wiedmer Wittmar
Der Familienname Widmer hat sich aus dem seit Mitte des 13. Jahrhunderts belegten Berufsnamen widemer, widmer (lat. dotarius) entwickelt, mit welchem der Besitzer bzw. Bewirtschafter des von einer Kirche oder einem Kloster zu Lehen empfangenen Kirchengutes bezeichnet wurde: widum, wittum, mhd. wideme, widem, lat. dos ecclesiae (DWB). Damit gehört er zur Gruppe der Familiennamen, die aus Berufs-, Amts- und Standesbezeichnungen hervorgegangen sind. Von allen Bildungen der Familiennamen ist diese Gruppe die bekannteste. Die erste Namensnennung im Kanton Appenzell geht auf das Jahr 1435 zurück: Ueli Wittmar, der jung uff der Stag, gemeinsam mit anderen angesehenen Landleuten in langwierige Misshelligkeiten verwickelt, wird 26. X. 1435 auf 4 Jahre v. den Ämtern ausgeschlossen u. 5 Pfd. gebüsst.
Weiterführende Literatur
- Koller, Ernst Hans; Signer, Jakob (1926): Appenzellisches Wappen- und Geschlechterbuch. Mit 711 Wappen in Farbenlithographie und 104 Textfiguren. Bern: Stämpfli.
- Lerf, Madeleine (2013): Familiennamen, ein Schatz für die Sprachforschung. Universität Zürich (UZH). Zürich. Online verfügbar unter https://www.news.uzh.ch/de/articles/2013/familiennamen-ein-schatz-fuer-die-sprachforschung.html, zuletzt aktualisiert am 30.08.2013, zuletzt geprüft am 11.02.2026.
- Schweizerisches Idiotikon (Hg.): familiennamen.ch. Widmer. Online verfügbar unter https://familiennamen.ch/name/Widmer, zuletzt geprüft am 11.02.2026.
- Schweizerisches Idiotikon: Wi(e)dmer. Online verfügbar unter https://digital.idiotikon.ch/p/lem/237517, zuletzt geprüft am 11.02.2026.